War made easy
„War made easy“ ist eine sehr gute Dokumentation über Kriegspropaganda, die im WDR zu sehen war und die es jetzt online gibt.
Der Fokus liegt auf den USA und ihren letzten Kriegen, unter anderem Vietnam und Irak. Aber sehr interessant ist, dass die Rolle der Medien ein zentrales Thema ist. Wie sehr haben sie die Regierung hinterfragt? Haben sie wirklich unabhängig berichtet? Was ist mit Kritikern im TV passiert?
Auffällig ist zum Beispiel die Art und Weise, wie der Bericht von Colin Powell vor dem Sicherheitsrat aufgefasst wurde. Amerikansiche Medien – auch der liberale Sender CNN – haben die „Fakten“ nicht hinterfragt, während Medien anderer Länder sehr wohl Kritikpunkte sahen.
Auch gab es – wieder mal CNN – ein Memo an alle Moderatoren, dass sie niemals Bilder von toten Afghanen zeigen dürfen, ohne daran zu erinnern, dass dieser Krieg nur wegen 9/11 geführt werde.
Mit diesen und anderen Methoden wurden die Medien systematisch vor den Karren der US-Regierung gespannt. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es für die Demokratie ist, dass die Bürger umfassend und ausreichend informiert sind. Und dass sich Medien nicht wie Zugpferde benehmen.
Tag der Pressefreiheit
Heute ist es also wieder mal soweit – es ist internationaler Tag der Pressefreiheit.
Reporter ohne Grenzen zieht jedes Jahr zu diesem Tag Bilanz. Wie steht es mit der Pressefreiheit in der Welt? Wie in Deutschland?
Wen wundert’s noch: China ist ganz oben auf der Liste der „Größten Feinde der Pressefreiheit“. In einem Artikel auf der Webseite schreibt ROG:
Das weltweit größte Gefängnis für Journalisten ist China mit 31 Inhaftierten. „Peking muss 100 Tage vor Olympia endlich sein Versprechen einlösen, die Menschenrechtslage zu verbessern“, so ROG. „Die Zensur in dem Land muss ein Ende haben, inhaftierte Journalisten müssen frei kommen und ausländische Berichterstatter ungehindert recherchieren und berichten können – auch in Tibet.
Für Deutschland sieht es hingegen deutlich besser aus – was natürlich nicht schwer ist. Trotzdem kritisiert ROG, dass mehr und mehr Journalisten abgehört werden und das Redaktionsgeheimnis nicht mehr gewahrt wird.
Danke Herr Schäuble!