War made easy

Juni 9, 2008 at 11:47 (Journalismus, Politik) (, , )

„War made easy“ ist eine sehr gute Dokumentation über Kriegspropaganda, die im WDR zu sehen war und die es jetzt online gibt.

Der Fokus liegt auf den USA und ihren letzten Kriegen, unter anderem Vietnam und Irak. Aber sehr interessant ist, dass die Rolle der Medien ein zentrales Thema ist. Wie sehr haben sie die Regierung hinterfragt? Haben sie wirklich unabhängig berichtet? Was ist mit Kritikern im TV passiert?

Auffällig ist zum Beispiel die Art und Weise, wie der Bericht von Colin Powell vor dem Sicherheitsrat aufgefasst wurde. Amerikansiche Medien – auch der liberale Sender CNN – haben die „Fakten“ nicht hinterfragt, während Medien anderer Länder sehr wohl Kritikpunkte sahen.

Auch gab es – wieder mal CNN – ein Memo an alle Moderatoren, dass sie niemals Bilder von toten Afghanen zeigen dürfen, ohne daran zu erinnern, dass dieser Krieg nur wegen 9/11 geführt werde.

Mit diesen und anderen Methoden wurden die Medien systematisch vor den Karren der US-Regierung gespannt. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es für die Demokratie ist, dass die Bürger umfassend und ausreichend informiert sind. Und dass sich Medien nicht wie Zugpferde benehmen.

War made easy

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